Schreiben

Seit ich denken kann...

Seit ich denken kann, habe ich in der Welt der Bücher gelebt. Bin darin aufgegangen, in die neuen, fremden oder vertrauten Welten getaucht.  Das hat mein gesamtes bisheriges Leben begleitet. Noch immer lese ich mit Begeisterung inspirierte, besondere Jugendbücher.

Gute Geschichten braucht meiner Meinung nach jedes Kind, jeder heranwachsende Mensch. Ganze Universen tun sich darin auf. Für mich bedeuteten Bücher in der Kindheit und Jugend nicht nur Spannung, Abenteuer und Unterhaltung. Nein, sie waren viel mehr. Bücher waren Freunde. Buchfiguren wurden Vertraute, die ich meinte, kennen gelernt zu haben. Die seltsame Leere, wenn ein geliebtes Buch zu Ende gelesen war. Die Lücke der kleinen Trauer zwischen dem gelesenen und dem kommenden Buch. Bücher bedeuteten für mich eine eigene Art der Erfahrung, des Reifens im Lesen, des sich selbst Erkennen im Text. Eine zugängliche Welt der Wunder. Auch in mir waren ständig Geschichten am Wachsen, am sich verändern. Früh wurde mir bewusst, ohne Bücher, ohne Geschichten, kann ich nicht sein.